Die französische Regierung hat über die französische Entwicklungsagentur (Agence Française de Développement – AFD) 70 Millionen US-Dollar für Projekte im Bereich erneuerbare Energien in Nigeria bereitgestellt. Die Mittel werden über Access Bank Plc und United Bank for Africa (UBA) an Projektträger für erneuerbare Energien und energieeffiziente Projekte ausgezahlt.
Die Ankündigung erfolgte auf der Investorenkonferenz des Nigeria-Programms „Sustainable Use of Natural Resources and Energy Finance“ (SUNREF) in Lagos. Der Fonds zielt auf innovative, energieeffiziente und erneuerbare Projekte ab und soll dazu beitragen, die Umweltverschmutzung zu bekämpfen und das erhebliche Stromdefizit des Landes zu überbrücken. Über 80 Millionen Nigerianer haben überhaupt keinen Stromanschluss, weitere 100 Millionen haben nur teilweisen Zugang zu Elektrizität.
„Die Gesamtgröße des Fonds beträgt 70 Millionen US-Dollar und wir suchen nach geeigneten Projekten, an die wir ihn auszahlen können. Wir wissen, wie wichtig die Infrastruktur für Nigeria ist, und die Bundesregierung kann das nicht alleine schaffen – der Privatsektor ist der Schlüssel“, sagte Chukwudumije Igwe von der Access Bank. Javier Betancourt, Leiter des SUNREF-Teams, räumte ein, dass der Fonds den Bedürfnissen Nigerias nicht annähernd gerecht werde: „Nigeria braucht Milliarden, aber das hilft, Dinge in Gang zu bringen.“